Pro Fryberg - Pressespiegel

 

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Leserbrief vom 18.4.2005 in der Südostschweiz:
"Fryberg ungeschmälert erhalten!"

 

 

An der kommenden Landratsitzung wird über den Richtplan beraten und entschieden. Ein Punkt daraus wird sicher einiges zu reden geben – der Fryberg oder vielmehr dessen Bedrohung durch die Ausbaupläne der Sportbahnen Elm.

 

Im Entwurf für die öffentliche Mitwirkung war der Ausbau des Gebiets für den touristischen Intensivbetrieb bereits festgesetzt. Im Entwurf für den Landrat ist der Regierungsrat nun etwas zurückhaltender geworden und weist dem Vorhaben den Status „Vororientierung“ zu. Dies dürfte nicht zuletzt den über 5700 Personen zu verdanken sein, welche sich mit ihrer Unterschrift gegen eine touristische Intensivnutzung im heute unberührten Fryberg ausgesprochen haben.

 

Was heisst nun aber „Vororientierung“? Es wird damit eingestanden, dass Konflikte und Unstimmigkeiten rund um den geplanten Ausbau der Sportbahnen Elm bestehen und dieser noch nicht ausführungsreif ist. Trotzdem wird das Gebiet um die Blistöck gewissermassen für die Sportbahnen „vorreserviert“ – notabene gegen den Willen der Standortgemeinde Schwanden! Bei der „Vororientierung“ handelt es sich keineswegs um einen Kompromiss: Der konfliktträchtige Ausbau der Sportbahnen wird stärker gewichtet als die ungeschmälerte Erhaltung des Frybergs und dessen Nutzung für den sanften Tourismus. Das stellt in unseren Augen die falsche Weichenstellung für die Zukunft dar!

 

Der Fryberg ist ein Gebiet von einmaliger landschaftlicher Schönheit und ein einzigartiges Aushängeschild für den nachhaltigen (sanften) Sommertourismus im Glarnerland. Mit einem intensiven Winterskibetrieb über die Bliistöck mitten in das Kerngebiet hinein würde dieses Aushängeschild und das einzigartige Landschaftsbild massiv beeinträchtigt. Durch die diversen Folgewirkungen wie etwa Variantenfahrer würde ausserdem deutlich mehr als das im Richtplan nun vorgesehene Gebiet beeinträchtigt und längerfristig zerstört.

 

Wir gehen mit der Regionalanalyse der Credit Suisse aus dem Jahre 2003 einig: „Mit seinen Eigenheiten und noch intakten naturnahen Landschaften verfügt das Glarnerland jedoch über ein Gut, das im urbanen und zusehends uniformen Metropolitanraum von Zürich knapper wird und daher an Wert gewinnt.“

 

Dieser Wert muss im Fryberg erhalten werden. Wir hoffen deshalb darauf, dass der Landrat diesen Abschnitt des Richtplans an den Regierungsrat zurückweist – mit dem Änderungsauftrag, die Erweiterung des Gebiets für den touristischen Intensivbetrieb bei den Blistöck zu streichen!

 

Arbeitsgruppe Pro Fryberg

 

 

 

 

 

 


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Letzte Änderung: 20.
April 2005