Pro Fryberg - Resolution

 

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Die unberührte Landschaft und der Wildreichtum ziehen jedes Jahr Tausende von Erholungssuchenden ins Gebiet des Freibergs Kärpf. Das ist gut so. Die unterzeichnenden kantonalen Organisationen, die in der Arbeitsgruppe Pro Fryberg vertreten sind, befürworten den Schutz und die Nutzung: Das Gebiet Kärpf soll in seiner natürlichen Schönheit und als kulturhistorisches Jagdbanngebiet erhalten bleiben, und im Sinne der Nachhaltigkeit soll sich Elm auch als attraktive Tourismusdestination weiterentwickeln können.

 

Gegen Aufnahme weiterer Skigebiete in den Richtplan

Die vorgesehene Ausweitung der Sportbahnen Elm mitten ins Kerngebiet (Vorder Blistock /Niederental) bedroht jedoch den Weiterbestand des Freibergs als eidgenössisches Jagdbanngebiet. Pro Fryberg lehnt die Erschliessung neuer Geländekammern ab und wendet sich zusammen mit weiteren Kräften – etwa der Gemeinde Schwanden – entschieden gegen die Absicht, die Ausdehnung der Skiregion Elm als touristisches Intensivgebiet in die kommende Richtplanung aufzunehmen. Diese Ausbaupläne wurden schon 1986 vom Landrat abgelehnt.

 

Alternative zur Ausweitung des Skigebietes

Das Potential Kärpf gilt es auszuschöpfen. Das Beispiel Biosphärenreservat Entlebuch zeigt, wie es eine Region schafft, die touristische Nutzung und die Pflege der Naturwerte unter einen Hut zu bringen, so dass alle davon profitieren. Ähnliche Lösungen wären auch im Glarnerland denkbar. Eine ETH-Diplomarbeit kommt zum Schluss, dass ein Biosphärenreservat im Glarner Hinterland «eine Erfolg versprechende Entwicklungsmassnahme für die Region » darstellte. Ebenso könnte der Landschaftspark Glarus Süd, der bei der Region GHS zur Diskussion steht, eine neue Entwicklungsperspektive eröffnen: die Kärpf-Gegend würde eine neue nationale Bedeutung erlangen, ein Label erhalten, den Ausbau touristischer Angebote (z.B. Infozentrum Kärpf) möglich machen und dadurch auch neue Arbeitsplätze im Sektor innovativer Dienstleistungen schaffen.

 

Einsatz demokratischer Mittel

Die Arbeitsgruppe Pro Fryberg und die ihr angeschlossenen Organisationen vertreten rund 3900 Mitglieder im Kanton und fühlen sich selbstverständlich den demokratischen Spielregeln verpflichtet. Sie werden sich am öffentlichen Mitwirkungsverfahren zur Richtplanung beteiligen, publizistische und politische Mittel einsetzen und so den Meinungsbildungsprozess mitgestalten.

 

Charakteristikum des Kärpf-Gebietes

Das Hinterland ist gekennzeichnet durch ein enges Nebeneinander tief gelegener Siedlungsräume, industrieller Nutzung (Wasserkraft) und jahrhundertelanger Bewirtschaftung alpiner Landschaften. Das Gebiet Kärpf ist zwischen Linth und Sernf gelegen und wird von Verrucano (= Sernifit) dominiert. Es wurde bereits 1548 von der Landsgemeinde als Freiberg erklärt. Es ist somit das älteste noch bestehende Wildschongebiet der Schweiz, nach einigen Quellen sogar Europas. Die Alpenfaltung hat in dieser Gegend geologisch interessante Erscheinungen wie die Glarner Hauptüberschiebung hervorgebracht. Die Kärpf-Gegend ist gemäss der Richtplanung von 1988 ein Schon- und Ruhegebiet und seit 1996 ein Objekt im kantonalen Landschaftsverzeichnis. Der Freiberg ist Heimat mehrerer in Mitteleuropa bedrohter Tierarten ( z.B. Birk- und Auerhühner ). Er ist eine Landschaft mit reichhaltiger Alpenflora und mit Waldreservaten, sowie eine Gegend mit einem hohen Anteil an Flächen, die in den Bundesinventaren der Hoch- und Flachmoore verzeichnet sind.

 

Die Resolution wurde unterzeichnet von Pro Fryberg und den Vorständen der folgenden Organisationen:

SAC-Sektion Tödi

WWF Glarus

Glarner Natur- und Vogelschutzverein

VCS Glarus

Naturforschende Gesellschaft des Kantons Glarus NGG

Glarner Kantonaler Patentjägerverein GKPJV

 

 


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Letzte Änderung: 18. September 2003